Kurzurlaub in Domburg oder... wir reisen jetzt etwas anders

Seit unserer letzten größeren Reise nach Ostfriesland hat sich einiges verändert. Damals wussten wir es noch nicht, aber zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits zu dritt unterwegs.
Fast ein Jahr und viele aufregende Momente später fuhren wir wieder an die Nordsee - dieses Mal nach Domburg in den Niederlanden. Im Gepäck hatten wir Reiseführer, Kamera, Klamotten, Verpflegung und unseren Sohn samt kompletter Ausstattung. Unser Auto war ungefähr so voll beladen wie für einen vierwöchigen Campingurlaub in Griechenland. Und auch der Inhalt meiner Handtasche hat sich ein wenig verändert. ;-)

Wir machten uns also montags hoch motiviert und voller Vorfreude auf den Weg nach Holland und schafften es gerade einmal bis kurz hinter Kruft. Dort mussten wir zum ersten Mal schleunigst den Wickelraum einer Sanifair-Anlage aufsuchen (wirklich tolle Einrichtung) und eine 90-minütige Zwangspause einlegen. Nachdem das Kind dann gesättigt und beruhigt war, konnten wir die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle und mit einem selig schlummernden Baby fortsetzen.

Ziel unserer Reise war der Ferienpark Hof Domburg, der ziemlich direkt am Strand und nahe dem Zentrum des Ortes liegt. Tatsächlich wären wir ohne Baby vermutlich nicht in einem Ferienpark gelandet. Die Kinderausstattung und ein günstiges Kurzwochen-Angebot haben uns aber überzeugt und so bezogen wir dort eines der kleinen Ferienhäuser. Möbel und Ausstattung waren zwar schon etwas in die Jahre gekommen und stellenweise ein wenig verwohnt, aber es war sauber, schön hell und alles Wichtige vorhanden. Anscheinend werden aber jetzt in der Nebensaison viele der Häuser renoviert und neu eingerichtet, denn überall waren Handwerker unterwegs.

Unsere erste "Amtshandlung" war natürlich ein Spaziergang zum Meer. Der Strand ist wirklich traumhaft schön, egal bei welchem Wetter. Aus diesem Grund wird es dazu auch noch einen separaten Beitrag geben.

Diese Reise wollten wir ganz entspannt, ohne straffes Programm, angehen und uns in den kommenden Tagen lediglich vom Wetter und unserem Sohnemann treiben lassen. So verbrachten wir den nächsten Tag mit ausgiebigen Spaziergängen am Strand und einem Bummel durch den Ort Domburg. Dort kauften wir auch direkt eine Postkarte, die wir uns nach Hause schicken wollten. Vor einiger Zeit bereits haben mein Mann und ich nämlich damit begonnen, uns selbst von unseren Reisen eine Postkarte zu senden. Die Postkarte aus Domburg ist nun die erste, die wir als Familie auf die Reise nach Deutschland schicken.

Beim Flanieren durch die Straßen und Gassen des Städtchens sind mir einmal mehr die "Schaufenster" der Wohnhäuser aufgefallen. Die großen Fenster an der Hausvorderseite faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Häufig hängen in diesen großen Fenstern keine Gardinen, so dass man ungeniert in die Wohn- oder Esszimmer der Bewohner und teilweise sogar durch die ganze Wohnung bis in den Garten schauen kann.

Am Strand haben wir in der Oase Domburg, mit herrlichem Blick direkt auf das Meer, leckeren Pfannkuchen und Frikandellen (nicht zu verwechseln mit Frikadellen) gegessen. 

Der darauf folgende Tag war bewölkt und regnerisch und wir beschlossen, das zum Ferienpark gehörige "Zwemparadijs De Parel" zu besuchen. Vormittags standen wir also an der Kasse (Gäste des Ferienparks erhalten freien Eintritt) und freuten uns aufs Schwimmen und Planschen im Schwimmparadies. Wir wurden allerdings vor dem Eintritt in das Schwimmbad aufgeklärt, dass für die Mittagszeit eine Feuerübung geplant sei und man beim Ertönen des Alarms das Gebäude auf der Stelle verlassen müsse. Ähh.... bei 8 Grad in Badehose und Bikini mit einem nackten Baby auf dem Arm auf dem Parkplatz des Schwimmbades ausharren - nein, darauf hatten wir keine Lust. Den Besuch im Schwimmbad verschoben wir daher auf den Abend. Da hatten wir die Schwimmbecken und Whirlpools dann sogar fast für uns alleine. :-)

Stattdessen fuhren wir nach Middelburg, einem hübschen Städtchen, das wie Domburg zur Provinz Zeeland gehört. In dem Ort gibt es noch heute viele historische Gebäude. Besonders beeindruckend ist das "Stadhuis".

Der Turm "Lange Jan" ist aus vielen Ecken und Winkeln der Stadt zu sehen.

Auch konnten wir einen Blick auf die Abtei von Middelburg werfen.

Aber auch die Straßen und Gassen mit kleinen Geschäften und Wohnungen (ohne Gardinen) verleihen der Stadt eine tolle und freundliche Atmosphäre.

Und ein bisschen Wasser gibt es dort auch. :-)

Dem aufmerksamen Beobachter ist vermutlich der strahlend blaue Himmel auf den Bildern aufgefallen. Middelburg hat uns so gut gefallen, dass wir nach dem Besuch bei tristem Wetter einen Tag später nochmals bei Sonnenschein dort hingefahren sind. Aus diesem Grund kann ich hier nun Fotos mit tollstem Wetter präsentieren. :-)

Donnerstags war das Wetter also wieder richtig schön, und so schauten wir uns neben Middelburg noch Zierikzee und einen Teil der Deltawerke, genauer das  Oosterschelde-Sturmflutwehr, an. Davon berichte ich in einem weiteren Beitrag in den nächsten Tagen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Judith (Montag, 08 Februar 2016 14:52)

    Wieder mal ein toller Bericht von dir. Sehr erfrischend zu lesen :-)

  • #2

    Victoria (Montag, 08 Februar 2016 15:10)

    Mit Spannung gelesen - steht uns ja dann ebenfalls bald bevor! Übrigens auch inklusive Ausflug nach Middelburg :-)

  • #3

    Marija (Dienstag, 09 Februar 2016 19:43)

    Liebe Judith, liebe Victoria,
    danke für eure netten Kommentare. :-)